Mein Auslandsjahr

Dinge die ich in meinem Auslandsjahr mehr vermisst habe als ich gedacht habe

1.Leute zu verstehen ohne genau zuzuhören

Für mich war und manchmal ist es immer noch schwer Menschen nebenbei zu verstehen oder etwas aufzuschnappen. Ich vermisse es einfach vermuten zu können was die andere Person gesagt hat. Lippenlesen kann ich in Englisch so gar nicht. Wir haben diese Lip Reading Challenge zu Silvester gemacht: Ich konnte kein Wort erraten. Es ist so viel schwerer etwas in einer Fremdsprache nebenbei zu verstehen (also sich nicht drauf konzentrieren oder nicht gefasst dafür gewesen sein) als ich gedacht hätte.

 

2. Songtexte auf Anhieb verstehen

Das klingt bestimmt ein bisschen komisch, da wir ja auch ganz viele amerikanische Hits in Deutschland gehört haben, aber hier können die Jugendlichen immer gleich mit singen und ich frage mich immer noch wovon das Lied handelt…

 

3. Sofort verstanden werden

Ich glaube das ist selbsterklärend: Wenn man eine Fremdsprache spricht wird es wahrscheinlich so sein, dass man sich nicht immer korrekt ausdrückt beziehungsweise nicht weiß wie man sich ausdrücken soll. Besonders am Anfang habe ich mich manchmal hilflos gefühlt wenn jemand mich mit einem komischen Gesichtsausdrücke angeschaut hat oder einfach keine Ahnung hatte was ich eigentlich meine.

 

4. “Weißt du noch früher” nicht sagen zu können

Da für mich hier ja alles neu war, war ich auch für die Leute hier neu. Das Kennenlernen kann zwar richtig interessant sein, aber ich habe es manchmal schon sehr vermisst in Erinnerungen schwelgen und einfach mal über “damals” zu reden.

 

5. Jemanden zu haben bei dem man nicht aufpassen muss wie man etwas sagt

Das ist ja ganz klar, dass ich zuerst die Menschen kennen lernen möchte bevor ich ihnen vertraue beziehungsweise bevor man einfach so drauf los reden kann. Leider aber habe ich bis zum Ende des Auslandsjahres damit nicht so viel Glück gehabt. Die Menschen, bei denen ich das Gefühl habe nicht aufpassen zu müssen was ich genau sage, leben in Deutschland.

 

6. Nicht so viel Schlaf zu brauchen

Jap. Das klingt bestimmt komisch, aber an vielen Tagen habe ich mich einfach nur von einem zum anderen Tag geschleppt, weil ich so extrem müde war. Eine andere Sprache die ganze Zeit um mich zu haben, hat mich mehr geschlaucht als ich zugeben wollte. So langsam ist es dann besser geworden, aber sobald ich Sport angefangen habe, hätte ich auch gern wieder 12 Stunden pro Tag geschlafen.

 

7. Eigenes Geld verdienen

Über Geld verdienen habe ich mir im Vorfeld überhaupt keine Gedanken gemacht, aber jetzt fühlt es sich total blöd an immer nur Geld auszugeben und keins mehr richtig zu verdienen. Ich glaube, du kannst nachvollziehen was ich meine.

 

8. Meine Selbständigkeit und Freiheit

Das mag sich bestimmt widersprüchlich anhören, dass ich meine Selbständigkeit und Freiheit vermisse. Schließlich bin ich alleine in die USA gereist und habe hier keine Mama, die mir etwas hinterher räumt 😉
Aber ich vermisse es total einfach etwas auszumachen und den Bus nehmen zu können um dort hin zu fahren. Hier bin ich immer auf jemanden angewiesen, der mich umherfahren kann. Aber auch einfach wissen was bei einem bestimmten Event auf einen zukommt, kann für mich Selbständigkeit bedeuten, da man sich dann besser drauf einstellen kann und vielleicht ganz anderes planen würde (das konnte ich natürlich auch alles nicht so abschätzen).

 

9. Sich die ganze Zeit wohl fühlen

Das ist ein Punkt, den ich vermisse, der mir aber nicht so viel aus macht. Natürlich fühlt man sich unwohl, wenn man etwas außerhalb seiner Komfortzone macht, aber genau deshalb bin ich ja auch verreist. Es ist nur manchmal alles bisschen zu viel auf einmal für mich 🙂

 

10. Humor!!!

Ich möchte damit nicht sagen, dass Amerikaner keinen Humor haben, aber ich vermisse es unglaublich mit meiner Familie oder mit meinen Freunden zu lachen.  Ich vermisse es mit Sprichwörtern um mich zu schmeißen, ironisch zu reden und einfach aus vollem Herzen zu lachen. 🙂

 

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