Mein Auslandsjahr

Update: Ohio ist doch nicht so langweilig – Meine Osterferien während Auslandsjahres

Halihallo 🙂 Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Osterfest und ein paar schöne freie Tage! Für mich waren die Osterferien echt buisy, weil wir Columbus und Umgebung etwas mehr erkundet haben. Meine Gasteltern haben immer Ideen gehabt, was wir machen können, deshalb wurde uns nie langweilig, hihi.

Aber jetzt kommen wir mal zu dem was wir gemacht haben…

Am Freitag war unser erster Ferientag. Ich wusste das vorher nicht, aber es ist nicht selbstverständlich an Karfreitag frei zu haben, weil das in den USA kein offizieller Feiertag ist. Demzufolge hatten wir auch kein Gottesdienst, was sich irgendwie falsch für mich anfühlte, da es für mich bisher immer zu einem Osterwochenende dazugehört hat.

Am Samstag ging es auch gar nicht so osterlich weiter. Ich bin mit dem Lacrosseteam zu einem OSU (College) Lacrosse-Spiel gegangen, was richtig schön war. Jetzt wissen wir zumindest wie es aussehen sollte, aber an der tatsächlichen Umsetzung müssen wir noch arbeiten, haha. Später haben wir auch den Männern zugesehen und das ist definitiv nochmal spannender. Sie können einfach irgendjemanden umrennen oder mit den Schlägern andere Schläger schlagen. Das macht bestimmt nochmal mehr Spaß, wenn man Mens Lacrosse zu spielen.

Am Sonntag war dann Ostern. Um ehrlich zu sein hat es sich nicht wie Ostern angefühlt, aber das ist auch schwer, wenn man nicht die jahrelangen Traditionen hat und in einer völlig anderen Familie lebt. Wir hatten aber trotzdem einen schönen Gottesdienst und viel zu viel Essen. Bei unserem kleinen Geschenkaustausch habe ich Süßes von meiner liebsten veganen Bäckerei bekommen. Ach. das war eine richtig schöne und leckere Idee!
Am Montag haben wir Columbus Downtown noch mehr erkundet. Im Statehouse hatten wir eine sehr interessante Führung und das Haus an sich ist einfach wunderschön. Es ist auf alt gemacht, was zum Beispiel in Dresden nicht herausstehen würde, aber hier in Columbus ist es was besonderes in mitten all der modernen Hochhäuser ringsherum. Nachdem wir was zu essen gefunden hatten sind wir in ein Businesshochhaus mit Aussichtsplattform gegangen. Diese andere Perspektive auf die Stadt ist echt beeindruckend!
Später sind wir zu German Village, einem kleinen Stadtteil von Columbus, gefahren. Meiner Meinung nach ist das gar nicht so deutsch, aber die Amerikaner sehen das glaub ich bisschen anders. Es ist echt ein süßer Stadtteil, was eher Richtung Backsteinhäuser geht, aber auf die amerikanisch Art. In German Village gibt es glaub ich einen der größten Bookstores überhaupt. Wenn ich mich richtig erinnere waren das 32 (!) Räume voll mit Büchern. Die hatten sogar ne Karte von dem Haus, sodass man sich etwas zurecht finden kann, haha. Also das war definitiv sehr beeindruckend!
Kurz bevor wir nach Hause sind haben wir noch die große Haupbibliothek von Columbus (es gibt hier ganz viele Bibliotheken die alle zum gleichen System gehören) angeguckt und ein paar Filme für die Ferien ausgeliehen. Im Garten vor der Bibliothek ist ein kleiner Park mit diesen Büschen, die in Formen wie Menschen oder Tiere geschnitten wurden.

Am Dienstag sind wir nicht nur mit unseren Gasteltern, sondern auch unserem Gastbruder und seiner Verlobten unterwegs gewesen. Sie haben schon vorher darüber geredet, dass es in Ohio wunderschöne Höhlen gibt, die wir uns angucken sollten und ich dachte nur so „jajaja als ob Ohio so schöne Natur hat“, weil um ehrlich zu sein gibt es zwar hier zwar ganz schöne Ecken aber die sind weit voneinander entfernt. Aber nein, die Höhlen waren absolut beeindruckend und wunderschön. Es war mit kleinen Lichtern so ausgeleuchtet, dass es man alles erkennen kann aber trotzdem dunkel war, wenn das Sinn macht. Als ich die Fotos (die ich alle mit meinem Handy gemacht habe) ein klein bisschen bearbeiten wollte ist mir aber erst richtig aufgefallen wie viele Schichten aus Stein dort sind und wir viel besser es aussieht wenn man etwas mehr Belichtung hat 🙂
Nachdem wir bei einem der besten Restaurants essen waren wollten wir uns das American Airforce Museum angucken, aber nach zwanzig Minuten hatten wir einen Tornadoalarm und mussten in einen sichereren Raum gehen. Das war das erste Mal, dass ich einen Tornadoalarm erlebt habe und ich war nur so „ Ahhh wo müssen wir hin? Beeilt euch!!!“. Aber mein Gastvater und Gastbruder nur so „Wirklich? Die sollen mal nicht so ein Stress machen…“. Ich war vollkommen aufgebracht und sie waren einfach die ruhigsten Menschen in dem Moment. Früher oder später sind wir dann alle in den Theaterraum im Museum gegangen, weil der dickere und stabilere Wände hat. Nach einer halben Stunde haben wir dann Entwarnung bekommen und sind zurück nach Hause gefahren.

Am Mittwoch sind wir ins Underground Railroad Freedom Museum in Cincinnati gefahren. Ich wusste erst nicht so richtig, ob das was für mich ist, aber es war richtig spannend. Es geht nämlich nicht um U-Bahnen oder sonstige Züge wie ich erst vermutet hatte. Underground Railroad war ein Netzwerk in dem Leute Sklaven geholfen haben sie sicher zu befreien. Nichts mit Underground im wörtlich Sinne.
Es war echt super spannend über die Geschichte von Sklaverei (in den USA) zu erfahren und auch Sklaverei von heute zu betrachten. Es gab so viel, dass wir nur zwei von sechs Ausstellungen geschafft haben.

Am Donnerstag haben wir einen Spaziergang in einem kleinen Nationalpark gemacht. Das Gestein hat mich sehr an die Sächsische Schweiz erinnert 🙂

Danach sind wir zu Yellow Springs,einem kleinen, bunten hippie Dorf gefahren. Ach, das war einfach alles so schön und hippiemäßig. 🙂
Ich glaube im Sommer wäre das nochmal eine andere Atmosphäre. Das Dorf schreit förmlich nach Sommerkleidern und Abenden im Freien.
Dann war schon Freitag und damit der letzte Ferientag. Wir haben den Tag genutzt um nochmal etwas in Columbus zu machen. Die Stadt und ihre Einwohner sind stolz auf ihren großen Zoo von daher ließen wir uns das nicht entnehmen auch den Zoo anzugucken. Wie süß ist der Eisbär auf der rechten Seite denn bitteschön?!?

Am Samstag mussten wir alle ein wenig wieder im normalen Leben ankommen und natürlich uns auf die Schule vorbereiten beziehungsweise bisschen putzen. Trotz dessen haben Kaisa und ich es geschafft uns mit unseren zwei Freundinnen zu treffen und zusammen in ein Restaurant zu gehen. Das habe ich echt genossen, denn sie konnten uns von ihrem „Europatrip“ nach Frankreich und Spanien erzählen und irgendwie hat es sich angefühlt als hätten wir uns so lang nicht mehr gesehen obwohl sie nur eine knappe Woche weg waren.

 Am Sonntag sind wir zu der Familie von meines Gastbruders Verlobten gefahren und haben griechisches Ostern mit mehr als viel Essen gefeiert. Ihre Familie ist von Griechenland und ist griechisch-orthodox weshalb Ostern irgendwie an einem anderen Tag ist. Es war schön sie auch mal in ihrem Haus zu besuchen und ich möchte ja nicht lügen, aber ich glaube das ist eins der größten Häuser die ich je gesehen habe. Jetzt möchte ich auch ein 300 Quadratmeter Haus haben wenn ich mir mal ein Haus kaufen sollte 🙈

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