Mein Auslandsjahr

Update: Ein Lebenszeichen und einige Erlebnisse der letzten Wochen

Halihallo, ihr Lieben. Keine Sorge, ich lebe noch. Die letzten drei Wochen war sehr viel los bei mir, deshalb kam ich nicht so viel zum Schreiben. Einiges von dem was ich erlebt habe möchte ich mit euch gern in diesem Update teilen. 🙂

Am 13. Februar war Mardi Gras, ein berühmtes Festival, von dem ich aber noch nie zuvor was gehört habe. Eigentlich geht es darum, dass man nochmal ordentlich feiert und ganz viel isst bevor die Fastenzeit beginnt. Meine Französischlehrerin ist totaler Fan von Mardi Gras (hat auch was mit Französisch zu tun), weshalb wir zusammen Masken für das Festival gebastelt haben während wir richtig guten Kuchen gegessen und Musik gehört haben. Und ja auf dem Bild sehen wir bescheuert aus, hihi.

Das nächste Highlight war am Wochenende danach als Gor, der armenische Austauschschüler meiner Schule mit dem ich befreundet bin, und ich zu einem OSU Basketballspiel gegangen sind. Ich bin noch nie vorher zu einem Uni-Spiel gegangen, weil meine Gasteltern nicht so verrückt danach sind. Es war ziemlich beeindruckend wie viele Leute an einem stinknormalen Sonntag sich ein Basketballspiel angucken wollten. Um ehrlich zu sein war das nicht unbedingt so mein Ding, aber ich bin total froh auch diese Erfahrung gemacht zu haben. Im Auslandsjahr probiert man sowieso ständig neue Dinge aus, ob die einem gefallen oder nicht kann man dann später entscheiden. Übrigens ist hier der Uni-Sport berühmter als irgendwelche Clubs, da man den Sport –genauso wie in der Highschool- in bzw. für die Uni macht.

Das Gleiche gilt auch zum Beispiel für das Musical und Lacrosse, was ich beides vor zwei Wochen begonnen habe. Am Anfang hat mir Musical keinen Spaß gemacht, weil es mich total gestresst und überfordert hat. „Suche doch einfach mal 80 Outfits raus für all die Menschen, die du nicht kennst, die in dem Musical mitspielen, wovon du kein Plan hast“ – so ungefähr habe ich mich gefühlt und hatte keinen Schimmer wie wir das jemals gebacken kriegen sollen. Zum Glück hatte ich noch zwei andere Mädels im Costume Team. Nachdem wir einen holprigen Start hatten, habe ich immer mehr verstanden und mich auch wohler gefühlt. Jetzt haben wir sogar schon fast jedes Outfit, was wir brauchen und sind ready für die Tech Week nächste Woche. Das ist die Woche vor der Show, wo alles zusammen kommt und noch die letzten Generalproben gemacht werden. Am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sind dann die Shows 🙂

Außerdem habe ich Lacrossse angefangen, was mir von Anfang an Spaß macht. Unser Coach ist witzig und sehr eigen, aber ich komme mit seinem Humor gut klar. Bis jetzt haben wir nur Konditionstraining gemacht und noch nicht angefangen die Schläger zu benutzen. Mal sehen wann das passiert, weil bald wir schon unsere ersten Spiele haben und ich noch keine Ahnung habe wie das Spiel funktioniert.

Wusstet ihr, dass Februar der Black History Month ist? – Ich zumindest nicht. Meine Schule hat Black History Month mit einer Versammlung in der Sporthalle gefeiert. Einige Mitschüler haben gesungen, getanzt, musiziert und Gedichte vorgetragen. Ich fand es richtig schön und berührend, obwohl meine Schule hat die Schüler von den meisten unterschiedlichen Nationen (in Ohio) und meiner Meinung nach wird hier überhaupt kein Unterschied gemacht wenn du weiß oder schwarz bist, aber es gibt noch viel zu tun in der Welt bis alle Rassen fair behandelt werden.

Ansonsten ist nicht viel spannendes passiert,  außer dass ich jetzt letzte Woche allein war, denn Kaisa hat sich bisschen in Hawaii umgeguckt 🙂 Um ehrlich zu sein, habe ich das auch genossen mal allein zu sein, denn sonst sind wie immer in kleinen Gruppen von mindestens drei Leuten, aber diese Woche war ich mit Freunden manchmal nur zu zweit. Heute war ich dann aber auch ganz glücklich als sie wieder zu Hause angekommen ist!

Sie hat so einiges hier verpasst. Letztes Wochenende war ich mit unserer christlichen Jugendgruppe zu einem eintägigen Event, wo um die 500 Schüler zusammen gekommen sind um Gott zu begegnen oder ihn kennen zu lernen. Ich habe mich super wohl gefühlt und ich habe mich total gefreut einen so guten Austausch mit den christlichen Jugendlichen zu haben, denn es ist sehr schwierig für mich hier Teenies zu finden, die bisschen übers Leben philosophieren wollen. 🙂

Vorgestern konnte ich in unserer Gemeinde etwas Gutes tun. Wir haben alle zusammen Decken „geknotet“. Es war ein großes Event mit viel Essen und Kuchen und danach konnte man sich beim Decken machen unterhalten. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht und ich konnte bei zwei, von den insgesamt um die fünfzig Decken, mithelfen. Die Decken werden dann an obdachlose Kinder oder Flüchtlinge, die ihre Sachen zurücklassen mussten, gegeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.