Mein Auslandsjahr

17 Dinge die ich 2017 gelernt habe

  1. Familie steht an erster Stelle

Ich war schon immer dankbar für meine Familie und die Umstände unter denen ich behütet aufgewachsen bin, aber die Zeit in der ich jetzt im Ausland lebe, hat mich es so richtig lieben gelernt. Wenn ich sage, dass ich dankbar für meine Familie bin, ist das nicht daher gesagt. Es ist ein ganz anderes, unbeschreibliches Gefühl. Jetzt sage ich es aus ganzem Herzen heraus und mit so viel Dankbarkeit, dass da auch das ein oder andere Mal eine Träne über die Wange laufen kann. So eine Liebe habe ich vorher noch nie so stark gespürt.

  1. Wenn ich 2017 mit einem Wort überschreiben müsste, wäre es „Dankbarkeit“.

Wie ich geschrieben habe, bin ich ein sehr dankbarer Mensch. Ich habe gelernt, dass es für mich unterschiedliche Level von Dankbarkeit gibt. Dankbarkeit für alltägliche “Dinge” fühlt sich gut an, aber Dankbarkeit für große Dinge in deinem Leben fühlt sich großartig an.

  1. Dankbarkeit ist der Schlüssel um glücklich zu sein
  2. Reisen ist meine Leidenschaft

Auch wenn es anstrengend ist,  ist Reisen irgendwie etwas Faszinierendes für mich, was ich nicht missen möchte in meinem Leben. Gerade der kleine Trip nach Prag mit Freunden, Trips mit meiner Familie oder auch das Auslandsjahr sind Höhepunkte für mich. Man kommt dann eben nicht als derselbe Mensch zurück wie man das eigene Nest verlassen hat. Es bereichert dich jedes einzelne Mal. Jeder Trip macht irgendetwas mit dir. Davon bin ich überzeugt.

Ich bin schon gespannt, wo mich mein Fernweh das nächste Mal hinzieht 😉

  1. Sei stolz auf dich selbst, auch wenn Andere viel besser sind.

Das ist natürlich auf das ganze Leben bezogen. Ich habe es vor allem beim Schwimmen gelernt. So viele Menschen sind besser als ich, trainieren schon länger, haben mehr Erfahrungen und haben allgemein bessere Voraussetzungen. Und ich? Ich konnte nichts und bin und war die Schlechteste. Doch in den letzten Wochen habe ich vier Schwimmarten, Flipturns, Starts, Wettkampfabläufe und -vorbereitungen gelernt. Und ich kann eins sagen: ich werde jeden Tag besser. Wenn auch nur ein kleines bisschen. Nach einem Training klopfe ich mir in meinen Gedanken auf die Schulter, dafür dass ich es schon wieder geschafft habe einen kleinen Fortschritt zu machen. Nicht alles wird besser jeden Tag, aber bestimmte Dinge verändern sich dann schon. Dann bekomme ich halt keinen Flipturn hin, na und, dafür kam ich besser mit der Atmung zu recht.

Das kann man metaphorisch auf alle Dinge im Leben beziehen. Manche mögen viel besser sein als du. Das bedeutet aber nicht dass du es nicht auch probieren solltest und stolz auf deine Fortschritte sein solltest! Übung macht den Meister.

  1. Vergleichen kann niemals gut sein

Das geht mit dem vorherigen Hand in Hand. Ich tendiere oft dazu mich zu vergleichen zu wollen oder es tatsächlich auch zu tun. Jedes Mal fühle ich mich aber schlechter als zuvor. Es gibt immer jemanden, der besser, schlauer und hübscher ist…

Das ist definitiv noch eine Baustelle für mich.

  1. Sei ehrlich zu dir selbst
  2. Du weißt alle Antworten bereits

Das klingt ein bisschen komisch, aber lass mich das mit einem Beispiel erklären: Als ich mich von all meinen Freunden in Deutschland verabschiedet habe, wusste ich bereits, mit wem ich in Kontakt bleibe oder nicht. Ich hatte da nicht so viele Unsicherheiten. Oder hier in den USA habe ich mich gefragt, ob ich zu dieser einen Freundesgruppe gehören möchte. Aber es hat sich falsch angefühlt, also habe ich versucht meine Freunde zu wechseln und bin nun mehr mit Leuten umgeben, die meine Werte teilen. Manche würden den Punkt vielleicht lieber mit “Höre auf dein Bauchgefühl” betiteln. Ich finde aber, dass „Du weißt die Antworten bereits“ viel mehr danach klingt, dass du dir sicher sein kannst, dass es richtig für dich und du in dich reinhören musst, um die Antwort zu finden.

  1. Irgendwie habe ich nie Heimweh sondern vermisse “nur” meine Familie, Freunde und Hobbies in Deutschland

Ich habe kein Heimweh, sodass ich mich fühle als wäre ich krank oder könnte nur noch depressiv denken. Ich vermisse wie schön es in Deutschland war, klar. Sogleich bin ich unglaublich dankbar dafür, dass letztes Schuljahr, das beste Schuljahr in meinem Leben bis jetzt war. (was nicht heißt, dass es hier nicht auch schön ist)

  1. Podcasts sind geil!

Du kannst entspannt dein Projekt in Kunst machen und nebenbei immer irgendetwas lernen oder bekommst einen neuen Denkanstoß.

  1. Erwartungen sind sch***.

Auch wenn ich versucht habe mir keine Erwartungen zu machen, hatte ich trotzdem Vorstellungen wie mein Auslandsjahr zum Beispiel werden könnte. Es kommt ja bekanntlich eh immer anders als man denkt und so war es dann auch letzten Endes. Die ersten drei Monate habe ich gebraucht mich auf die neue Situation einzulassen und mich wohl zu fühlen, auch wenn es anders ist als erwartet.

  1. Drei oder vier Sprachen im Kopf bedeutet Chaos pur!
  2. Fremdsprachen sollte man jeden Tag lernen

In meiner High-School habe ich eine Stunde pro Tag Französisch und es hilft mir so viel die Sprache eine Stunde lang am Tag zu hören und zu benutzen.

  1. Sozial engagieren macht super viel Spaß

Ich glaube, ihr wisst es alle, dass ich immer mindestens einmal in der Woche zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gegangen bin. Am Anfang um ihnen etwas zu lehren, am Ende um Freunde wieder zu sehen. Es hat mich unglaublich bereichert!

  1. Ich liebe Kinder es Kinder um mich zu haben
  2. Ich brauche viel Zeit für mich selbst
  3. Fotografie ist meine Leidenschaft

Besonders als ich im Sommer auf einer Hochzeit mitfotografiert habe und das Brautpaar sogar einige meiner Bilder haben wollte, hat es mich nochmal bestärkt wie viel Spaß es mir macht. Ich möchte es nicht missen. Jetzt kommt es manchmal bisschen zu kurz, aber ich habe schon manche Leute vor die Kamera gezerrt  😉

2 Kommentare

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    Nick

    Sehr cooler Artikel! Ich muss auch mal mehr schreiben… Einmal pro Monat is doch etwas wenig 😂 Und mit den Fremdsprachen, das kann ich definitiv nur bestätigen! 😂😂😂

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      Marlene

      Hi Nick, danke für deinen Kommentar!
      Ja das ist so eine Sache mit dem regelmäßigen Bloggen…Ich hatte versucht jede Woche etwas online zu stellen, hat dann aber in der Weihnachtszeit auch nicht ganz geklappt 🙂
      Es hängt ja auch davon ab worüber man schreibt. Manchmal dauert es nicht ganz so lang, aber zum Beispiel dieser Blogpost war doch recht aufwendig…

      Haha ja, irgendwann war mein Gehirn dann vollkommen überfordert mit den verschiedenen Fremdsprachen 😉

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