Mein Auslandsjahr

Update: Meine Highlights der letzten Monate

Da ich ja erst sehr spät mit dem Blog begonnen habe, habt ihr noch gar nicht so viel mitbekommen (außer vielleicht auf Instagram), was so die letzte Zeit passiert ist. Es ist schwer zusammen zu fassen, deshalb werde ich eher über die Highlights schreiben.

Im Oktober hat mich eine doofe Erkältung  für eine Woche ausgeschalten. Auch an meinem Geburtstag musste ich zu Hause im Bett bleiben. So stellt man sich wirklich nicht seinen Geburtstag vor, auch wenn mir der Geburtstag nicht so extrem wichtig ist. Tagsüber habe ich mit meinen Eltern gefacetimet, damit ich nicht ganz so „alleine“ bin. Ich wollte unbedingt wieder gesund sein am Wochenende danach, weil wir Mädels (von meinem Lunch-Tisch) ein Sleepover geplant haben. Zum Glück war ich auch einigermaßen wieder gesund und konnte dorthin gehen, denn es ist sowieso nur ein gemütliches Beisammensein, dachte ich. Als wir dann aber in ihr Zimmer gehen wollten, haben auf einmal viele Stimmen angefangen „Happy Birthday“ zu singen. Surprise, Surprise! Es war dann doch nicht so gemütlich, sondern eine Überraschungsgeburtstagsparty für eine Freundin und mich. Zuerst habe ich alles nicht so schnell verstanden, dass das tatsächlich auch für mich war, haha. Das war ein bisschen peinlich.

Wir waren dann bestimmt um die 15 Leute. Wir haben ganz viel gegessen, ich habe Geschenke bekommen, wir haben Spiele gespielt und ums Lagerfeuer gesessen. Und als ob das nicht genug wäre hat mich auch noch ein Freund von uns gefragt, ob wir zusammen zum Homecoming gehen wollen. Dieser Tag war einfach voller Überraschungen!

In derselben Woche bin ich auch nochmal mit meiner Gastfamilie essen gegangen um meinen Geburtstag zu feiern. Und wir haben den besten veganen Bäcker gefunden! Dort gibt es super leckere Cookies, Kuchen, Muffins und alles andere Süße.

Außerdem hatten wir schon einige YFU-Treffen: Das erste Mal  war ein verpflichtendes Meeting, wo langweile Sachen immer und immer wieder wiederholt werde. Das muss die Organisation, so wie ich das verstanden habe, durchführen. Die Themen waren mehr oder weniger sinnlos, aber wir konnten viele Austauschschüler kennen lernen.

Das zweite Mal war wesentlich spannender und schöner. Wir sind zu einer Halloween-Party eingeladen wurden. Da haben wir auch viele bekannte Gesichter wiedergetroffen. Wenn man nur unter Austauschschülern sich austauschen kann, ist das meistens sehr ermutigend, denn wir kennen die gleichen Gefühle, Freuden und Sorgen. Außerdem haben wir lustige Kürbisse geschnitzt und manche haben von ihren ersten tollen Trips, Gastfamilienwechsel oder ihrem Engagement erzählt.

Im November waren wir gemeinsam Bowling spielen. Das war das bisher beste Event mit YFU, würde ich sagen. Auch da haben wir schon bekannte, aber auch neue Austauschschüler getroffen. Und was machen Jugendliche von den verschiedensten Ländern, wenn sie sich austauschen? Genau, einen Roadtrip planen, haha. Wir haben überlegt einen Roadtrip durch Skandinavien zu machen um Kaisa aus Finnland und Anna aus Norwegen zu besuchen. Klingt doch nach einem guten Plan, oder?

Natürlich habe ich jetzt auch schon besser die Jugendgruppe in unserer Gemeinde kennengelernt. Jeden Sonntag nach dem Gottesdienst treffen wir uns eine Stunde lang und einmal im Monat unternehmen wir auch etwas zusammen. (Im Oktober waren wir zum Beispiel im Maislabyrinth.) Die Zeit nach dem Gottesdienst ist immer schön (mein „Lehrer“ ist richtig gut), aber ich habe in der Gruppe nicht so die richtigen Leute gefunden um mich außerhalb mit ihnen zu treffen.

Dann war auch schon Homecoming! Eine Woche bevor der Tanz war, begann schon das „Homecoming-Programm“. Wir hatten Motto-Woche,  eine Versammlung in der Sporthalle, wo die Kandidaten für Homecomingking und –queen eine Rede gehalten haben und das Footballgame am Freitag. Am Samstag haben wir uns bei einer Freundin getroffen, um uns gemeinsam fertig zu machen, was bisschen im Chaos geendet ist. Bisschen gestresst haben wir dann aber doch noch schöne Fotos hinbekommen und sind dann essen gegangen, bevor wir zu dem eigentlichen Tanz gegangen sind. Zuerst war die Musik, zu der die Amerikaner tanzen sehr ungewohnt. Sie hören mehr Rap und so etwas, wozu man eigentlich nicht tanzen kann, aber nach einer Zeit habe ich mich dran gewöhnt oder auch mit anderen Austauschschülern zusammen getanzt. Wir haben uns mehr über die Amerikaner lustig gemacht und dann lustige Dancemoves ausprobiert, haha.

Nächstes Highlight war definitiv Kaisa’s Championship-Fußballspiel im Stadion. Es war super spannend und nervenaufregend, denn es gab nicht nur eine Verlängerung, sondern sie mussten dann auch noch Elfmeterschießen. Aber „wir“ haben gewonnen, gegen die „Feinde“ von unserer Schule. Was für eine Nacht!

Dann kam John Legend in die Schule. Es war im Rahmen des AXE Programms, das gerade gestartet wurde. Jungs werden ermutigt sie selbst zu sein, egal welche Normen die Gesellschaft gerade hat. Ich glaube die Message hat auch jeden begeistert, denn sie wurde mit Film, Poetry Slam und Musik übermittelt. Am Ende hat dann auch John Legend „All of me“ und „Love me now“ gesungen. Einfach unglaublich!

An einem schulfreien Tag konnten wir mit unseren Gasteltern zusammen Ohio erkunden. Wir sind in den Hocking Hills, einem Nationalpark, gewandert. Die Natur hat mich total an die Sächsische Schweiz erinnert, nur mit mehr Wasser. Außerdem gibt es dort wie Höhlen, wo man sich echt fragt, wie das alles zusammen halten kann. Es war sehr beeindruckend und ich denke, es hat uns allen gut getan an der frischen Luft zu sein, nachdem es allmählich kälter geworden ist und wir nur drinnen hocken.

Einen anderen Tag, als wir keine Schule hatten, sind wir Downtown gefahren und haben uns etwas mehr die Stadt angeguckt und das Staatshaus. Eigentlich wollten wir uns die Stadt auch noch von oben angucken, aber wir durften nicht mit unseren Rucksäcken auf den Wolkenkratzer. Das werden wir auf jeden Fall noch einmal probieren! Ein Freund, ein Austauschschüler von Armenien, war dort schon und die Bilder sind sehr beeindruckend.

Leider ist nun die Herbstsaison zu Ende, was heißt, dass wir auch schon zu unserem letzten Footballspiel waren. Das Gute ist, dass wir gewonnen haben, haha. Da der Herbst jetzt vorbei ist, haben aber auch schon die Wintersportarten angefangen. So gut wie alle meine Freunde machen jedes Jahr Schwimmen. Also habe ich mich überreden lassen und gehe schon seit zwei Wochen jeden Wochentag schwimmen. Es ist definitiv außerhalb meiner Komfortzone und ich bin auch einer der schlechtesten Schwimmer, aber es macht Spaß und ist ein gutes Gefühl, etwas für den Körper zu tun.

Wow, wenn ich das alles so aufgeschrieben habe, klingt das schon ganz schön viel, was ich erlebt habe. Nächstes Wochenende ist Thanksgiving, was natürlich ein sehr typisch amerikanisches  Fest ist und ich bin gespannt die Traditionen kennen zu lernen.

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