Mein Auslandsjahr

Der erste Monat in den USA

Es kommt mir vor als wäre ich schon total lang hier, aber irgendwie fühlt es sich auch so an als wäre ich gerade erst angekommen und erlebe alles zum ersten Mal. Es ist schon ein komisches Gefühl sich ein zweites Zuhause am anderen Ende der Welt aufzubauen. Aber es ist auch super spannend und wundervoll.

Highschool: Highschool ist ja ungefähr der größte Part in meinem Alltag. Für mich war der erste Tag schon super aufregend, verwirrend und echt amerikanisch. Abends habe ich mir dann nur gedacht, dass ich auch vollkommen zufrieden wäre, wenn ich jetzt wieder nach Hause fliege, denn es waren einfach super viele Eindrücke auf einmal. In der Schule ist man irgendwie immer gestresst, weil die Pausen nur 3min lang sind. Unser Schulgebäude soll wie ein Stern aufgebaut sein (eher wie eine Blume ^.^), was es nicht einfach gemacht hat, die Räume zu finden. In den ersten Tagen bin ich mit einer Karte vom Schulhaus durch die Gänge gegangen, weil ich sonst komplett verloren gewesen wäre 😉

In der zweiten Woche habe ich auch meinen Stundenplan geändert, damit ich mit den Juniors und Seniors (11. Und 12. Klasse) zusammen Lunch haben kann, weil vorher hatte ich fast nur mit Jüngeren die Mittagspause und das war nicht ganz so toll…aber jetzt habe ich eine Gruppe gefunden mit der ich immer sitze und das ist echt ganz toll. Lunch ist so die einzige Möglichkeit um mit Leuten zu reden, weil die Pausen so extrem kurz sind.

Familie: Ich habe schon sehr viele Familienmitglieder kennengelernt, vor allem die Familie von meiner Hostmum. Ihre Mutter hatte Geburtstag und da haben wir uns getroffen und viel, sehr viel gegessen.

Man sollte sich hier in Amerika nicht gleich satt essen bei der Hauptmahlzeit, denn dann kommt eigentlich immer noch Dessert. Oder vielleicht auch ein zweites 😉

Football-Games: Football-Games sind auch eine super Möglichkeit, um Leute kennen zu lernen bzw. um mit Leuten auch einmal zu reden, die man nur flüchtig kennen gelernt hat. Bis jetzt habe ich immer noch nicht nachgeguckt wie Football überhaupt funktioniert und was so die Basic Regeln sind. Bei den zwei Football-Games, wo ich war, habe ich aber um ehrlich zu sein auch nicht viel vom Spiel mitbekommen. Ich habe mehr mit Leuten geredet 😉

Bei den Footballspielen war auch immer die Zeit, wo ich mich schon als Teil der Schule gefühlt habe…

Gegessen: Sehr viel leckeres Zeug. Ich bin so froh, dass ich in einer Familie wohne, wo es sehr, sehr leicht ist, vegan und gesund zu essen…Okay, das Dessert muss trotzdem sein 😉

Aber es ist wirklich viel einfacher als ich mir gewagt habe vorzustellen. Mein Hostdad hat manchmal nicht so viele Ideen, was man als Veganer so essen kann. Ich habe auch versucht zu erklären, dass es vollkommen okay ist, wenn wir mal ein nicht so aufwendiges Gericht essen. Aber letzte und diese Woche kocht er jeden Tag ein neues, super leckeres Rezept aus unserem neuen Kochbuch.

Was ich vermisse: Ich glaube, ich vermisse am meisten deutsches Brot. Ernsthaft. Wie lecker ist denn deutsches Brot, bitte? ^^

Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde. Jetzt wo meine „Eingewöhnungsphase“ so langsam vorbei ist, denke ich zwar immer noch oft an euch lieben Leute in Deutschland (^^), aber ich habe dabei kein „Heimweh“ (Ich würde es nicht als richtiges Heimweh bezeichnen, eher starkes Vermissen) mehr, sondern kann das wertschätzen. Denn Heimweh ist ja nichts schlimmes, sondern man realisiert wie lieb man all die Personen hatte, mit denen man viel Zeit verbracht hat. Und das ist doch vollkommen okay und schön, dass man so tolle Personen um sich hatte.

 

Es ist schon verrückt wie schnell die Zeit hier vergeht…

 

 

2 Kommentare

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    Esther Kuhnert

    Liebe Marlene,
    schön , von dir so zu lesen und zu erfahren, wie es dir geht.
    Wir wünschen dir jedenfalls wunderbare Erfahrungen und Erlebnisse, die für dein Leben wertvoll sind.
    Wir denken und beten jeden Tag für dich! du bist also nicht vergessen.
    Bleib behütet und sei lieb gegrüßt,
    Andreas und Esther

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      Marlene Fischer

      Danke für euren Kommentar! Danke für die lieben Wünsche. Ich denke, dass mich dieses Auslandsjahr sehr prägen wird und da einige wertvolle Erlebnisse dabei sind 🙂
      Ganz liebe Grüße von mir aus den USA!
      Marlene

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